30
Jan
09

Kiefer trifft den Nagel auf den Kopf (Gastartikel)

Hut ab, auch als nicht in der Wolle gefärbter Sozi kann man nicht umhin dm Chef der Oberkircher SPD zu gratulieren. Wenn die ARZ Recht hat, dann hat er mit vielen seiner Feststellungen den Nagel auf den Kopf getroffen. Mehr Öffentlichkeit tät der Kommunalpolitik sicher gut. Man kann sich eine desinteressierte und desillusionierte Bevölkerung auch schaffen. Ständige Nichtöffentlichkeit und ein simples Abnicken der Anträge der Mehrheitsfraktion, bzw. Ablehnen aller anderen Ideen lässt eine Mitmachstimmung gar nicht erst aufkommen.

Besonders nett ist die Formulierung mit dem Eiertanz. Die Vermutung liegt nahe, dass da bereits der Wahlkampf im Spiel ist, wenn ein unsinniger Sperrvermerk in der Mediathek und eine mindestens so unsinnige Dorfverschönerung in einem Teilort in einem Aufwasch  beschlossen werden.

Für Herrn Kiefer und seine SPD wird es nicht einfach werden sich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen, sie würden die Teilorte vernachlässigen. Es wird ihn dabei weder trösten, dass er damit nicht alleine steht, den Freien Wählern wird es wohl nicht anders ergehen, noch dass das vermutlich wieder mal das Hauptargument der Mehrheitsfraktion sein wird. Mit den Tatsachen hat das wenig zu tun, aber die sind im Wahlkampf auch nicht immer gefragt.

Hans Jakob Christoffel

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5 Responses to “Kiefer trifft den Nagel auf den Kopf (Gastartikel)”


  1. 1 Schorschles Frau
    6. Februar 2009 um 01:36

    Es ging eben nur um Subventionierung der Bauindustrie, und nicht um Bildung oder Kultur.

  2. 2 Kleines Licht
    3. Februar 2009 um 16:37

    Walter liegt wahrscheinlich richtig. Trotzdem kann man nur staunen, wenn man liest, dass bis zum Sommer ein Konzept für die Nutzung des Veranstaltungssaals entwickelt werden soll. Immerhin wäre dies dann fertig bevor der Saal selbst fertig ist. Man stelle sich mal vor ein normaler Bürger baut sich ein Haus. Würde er planen, finanzieren und losbauen um dann, während der Rohbau schon in Arbeit ist, mal in Ruhe anzufangen zu überlegen was er in dem Haus tun will? Wohl kaum.
    Was zum Lachen ist (siehe den Artikel hier im Blog zum Sperrvermerk) ist also nicht der Sperrvermerk sondern die Idee einen Saal zu bauen ohne zu wissen, was damit eigentlich bezweckt sein soll. Na Hauptsache, wir haben mal einen Saal. Was wir damit machen wollen wird uns schon noch rechtzeitig einfallen.

  3. 3 Walter
    1. Februar 2009 um 13:16

    Herr Kiefer zeigt zwar Rückgrat, liegt aber trotzdem falsch mit seinem Eiertanz-Vergleich. So merkwürdig das für den Normaldenker auch sein mag, politisch war das wohl durchdacht. Bald sind Wahlen und die CDU will sich in ihren Hochburgen positionieren. Also musste sie im Haushalt ein Zeichen setzen.
    Das hat sie getan. Sie hat die, nicht nur nach Meinung der Verwaltung, des Rest des Stadtrats und zahlreichen Ortsansässigen völlig überflüssige Massnahme in Tiergarten durchgesetzt. Gleichzeitig wollte sie zeigen, dass sie in der Kernstadt sparen will. Auch das hat sie getan.
    Der Sperrvermerk, so sinnlos er ist und so sicher er aufgehoben werden wird, zeigt seine Wirkung.
    Die CDU hat also drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 1. Den Ortschaften gezeigt, dass die CDU in wirklich jedem Fall auf ihrer Seite steht. 2. Den Ortschaften gezeigt, dass sie bereit ist in der Kernstadt Geld einzusparen. 3. Das alles wurde erreicht, ohne tatsächlich etwas an den Gegebenheiten zu ändern. Natürlich wird der Bürgersaal gebaut und genauso natürlich werden dann auch Möbel dafür angeschafft.
    Also unterschätzen wir die CDU nicht. Die haben sicher noch so manches Ass im Ärmel.

  4. 4 Trudi
    30. Januar 2009 um 18:02

    Hans Jakob Christoffel so so, schöner Name. Das Sie wiederauferstanden sind – es geschehen noch Wunder in Oberkirch.

  5. 5 vordertälerin
    30. Januar 2009 um 18:00

    Ja, man muss wirklich Respekt haben. Es tut gut wenn Politiker auch in solchen Zeiten bei ihrer Linie bleiben und nicht alles Tun und Sagen dem Stimmenfang unterordnen. Hoffentlich zahlt es sich aus.


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