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Feb
09

Mutig oder Dumm? (Gastartikel)

Was ist denn das, was die Freien Wähler da machen? Ein offener Angriff auf  heilige Kühe: Einsparvorschläge auch auf Kosten der Ortschaften und eine Attacke auf den starken Mann im Hintergrund.

Ist das jetzt mutig, weil Wahlkampf hin oder her, die Stadt einfach dringend Geld einsparen muss, oder ist das dumm, eben weil Wahlkampf ist und nun aus interessierten Kreisen die alte „Kernstadt gegen die Ortschaften“-Kampagne wieder losgetreten werden wird?

Ist das jetzt mutig, weil einmal deutlich darauf hingewiesen wurde, wie Einzelne versuchen auf Kosten aller Oberkircher die Interessen ihrer Klientel durchzudrücken, oder ist es dumm sich gerade jetzt mit den mächtigsten Vertretern der Ortschaften anzulegen?

Es ist auf alle Fälle nicht der leichte, populistische Weg. Es könnte aber sein, dass im Zeichen dramatischer Veränderungen auf der Einnahmenseite tatsächlich eine sachliche Diskussion geführt wird. Vielleicht lassen sich in einer gemeinsamen Aktion aller Gemeinderäte noch mehr Punkte finden an denen gespart werden kann. Die Zeiten sind einfach zu ernst um jetzt  nur weil Wahlen anstehen  Zeit und Geld zu verschwenden.

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4 Responses to “Mutig oder Dumm? (Gastartikel)”


  1. 1 Rudolf.Zillgith
    2. März 2009 um 14:06

    Mutig oder dumm?

    Jetzt sind wir also in der Kommunalpolitik auch da angekommen, wo sich Landes- und Bundespolitik abspielt. Es geht also nach Meinung einiger Blogger (Armbruster schließe ich aus, da ist zu offensichtlich in welches Horn er stößt) darum ob wenn man etwas tut es im Hinblick auf den Wahlkampf Stimmen bringt oder nicht. Ist es also dumm vernünftige Entscheidungen zu treffen, weil dies entweder in den Ortschaften oder der Kernstadt Stimmen kostet? Oder ist es mutig, wenn man vielleicht Stimmen verliert. Ich will in solchen Kategorien gar nicht denken. Ich will ohne Rücksicht auf das geographische Gebiet in unserer Stadt entscheiden, ob es eine Entscheidung vernünftig ist oder nicht und das habe ich bisher getan und werde ich weiter tun. Wenn dann die Wähler dies „bestrafen“ habe ich halt Pech gehabt.

    Der Ortsvorsteher einer Ortschaft, die von unseren Sparvorschlägen betroffen ist sagte ganz entsetzt: „Wenn wir das nicht bekommen haben wir ja gar nichts!“ Genau getroffen! Leben wir denn in einer Stadt, in der jeder jedes Jahr was bekommen muß? In vielen Familien gibt es dieses Jahr auch keine größeren Anschaffungen, weil’s halt an den finanziellen Mitteln fehlt.

    Ein gesamtstädtisches Denken haben wir dann erreicht, wenn man Sparvorschläge (oder in besseren Zeiten wieder Investitionsvorschläge) machen kann, ohne pingeligst darauf achten zu müssen, in welchen Ort oder in welches Stadtgebiet das Geld fließt sondern man nur darauf achten muß, ob die Investition gesamtstädtisch Sinn macht. Wenn das ein Traum ist träume ich weiter. Vernunft vor Egoismus – das wär’s!

  2. 2 armbruster
    28. Februar 2009 um 18:06

    Was sollen die Angriffe auf den Ortsvorsteher? Er ist gewählt um das Beste für seine Ortschaft rauszuholen und das tut er. Das das auf Kosten aller Anderen geht kann man ihm doch nicht vorwerfen. In allen Gremien steht er alleine da und der Rest könnte ihn in seine Schranken verweisen. Wenn er Alles bei seinen Leuten durchdrücken kann wäre es doch fahrlässig das nicht auch auszunutzen.

  3. 3 Seitentäler
    27. Februar 2009 um 09:59

    In der Diskussion um Kernstadt gegen Ortschaften geht es vielen doch gar nicht darum die Ortschaften zu unterstützen, sondern darum für IHRE Ortschaft das Maximum herauszuholen. Die Ortschaften, die bei all ihren Wünschen auch das Wohl der anderen Ortschaften und der Kernstadt, also das Wohl Oberkirchs, berücksichtigen zahlen doch genauso die Zeche für solchen Egoismus.
    Wer genau hinhört, weiß dass die Stimmung auch unter den Ortschaften unter solchen Alleingängen leidet. Hier müssen Einzelne immer wieder auf´s Neue zeigen wie stark ihre Position im System ist.

    PS: Ob das mutig oder dumm war werden die nächsten Wochen zeigen.

  4. 4 lisa
    26. Februar 2009 um 17:24

    Na endlich geht´s in Oberkirch und hier im Blog wieder los. Die närrischen Tage waren was das Politische angeht eher langweilig. Die üblichen kleinen Spitzen, die alle Betroffenen mit dem üblichen Lächeln quittieren. Keinem wird weh getan.

    Jetzt legen die Freien ja richtig los. Wenn die so weitermachen werden das unterhaltsame Monate.


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