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Apr
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Quo vadis Oberkirch, oder Angst um die Innenstadt (Gastartikel)

Am Samstag, beim ersten Oberkircher Freiheitsblog-Treffen haben Anton und EF die letzte Bürgerversammlung Revue passieren lassen. Speziell den Innenstadtgestaltungsteil wollen wir hier behandeln.
Übrigens haben wir uns bei diesem Bürgertreffen „getroffen“. EF hat seine Initialen klein am Kragen und Anton hat sich geoutet und sich zuerkennen gegeben.

Nun zum Thema:

Die B28 neu wird irgendwann fertig. Laut Planung Anno Domini 2013. Voller Vorfreude bildet man einen Arbeitskreis, der Vorschläge für die neu zu gestaltende Hauptstraße und Innenstadt ausarbeiten soll. Dieser Arbeitskreis besteht aus gestandenen Oberkircher Bürgern, Geschäftsleuten und Kommunalpolitikern.

Soweit so gut.

An die Spitze dieses Arbeitskreises setzt man ein Tribunal, bestehend aus einer diplomierten Fachfrau für Innenstadtgestaltung, die die Geschicke lenken soll und einen stadtbekannten Verkehrsplaner, der mit seinen Zahlen das Machbare vorgibt. Mal abgesehen davon, dass man von der Honorierung des Tribunals sicherlich den, kalkulatorisch noch nicht vorhandenen Hausmeister der Mediathek mehrere Jahre hätte entlohnen können, ist die Idee eigentlich gut, wenn nicht sogar brillant. Man entwickelt gemeinsam ein Konzept, das dem Bauausschuss und dem Stadtrat irgendwann zur Abstimmung vorgelegt wird. —-Alles wird gut—-

Weit gefehlt!

Unseren ersten Kontakt mit Frau Dipl. Ing. Innenstadtgestaltung hatten wir bei der Bürgerversammlung. Wir haben der Frau sehr aufmerksam zugehört.
Computerkolorierte Bilder mit gemalten Leuten, Blumenkübel, Pflastersteine und Bodenbeläge wurden mit umschweifenden Worten per Power Point Präsentation an die Wand projiziert. Oberkirch, genau wie heute, nur künstlich eingefärbt. Bei allem Wohlwollen und günstigster Betrachtung, wir konnten keinen, auch nur im Ansatz möglichen Lösungsweg für die Hauptstrasse oder die Innenstadt sehen.

Dafür haben wir atemberaubende Aussagen vernehmen müssen. Frau Innenstadtgestaltung erklärte uns zum Beispiel, dass die Appenweierer Straße die Eingangstraße für Oberkirch ist und müsste einladender gestaltet werden. Dazu müsste das unerwünschte Gewerbe in der Appenweierer Straße wie die Tankstelle weg. Weiter müssten Geschäfte mit gehobenem Angebot, Boutiquen, speziell auch für die Touristen, in der Bachanlage angesiedelt werden. Sollte und müsste! Man muss nicht neoliberal sein um zu verstehen, dass das vom Markt geregelt wird und nicht von Frau Innenstadtgestaltung.
Wir haben leider während dem ganzen Vortrag nicht einen einzigen wirklich vorteilhaften Vorschlag für Oberkirch vernommen oder erahnen können.

Was uns wirklich Leid tut ist der Arbeitskreis selbst. Mit Arbeitsgruppenaufteilung wie in der Schule werden die Leute mit zum Teil lachhaften Aufgaben versorgt. Da werden launische und lachende Smilies auf der Oberkirchkarte verteilt. Die Möglichkeit des Gegenverkehrs in der Metzgergasse sollte diskutiert werden, etc.. Einfach atemberaubend. Das ist im Übrigen nicht alleine unsere Meinung. Mindestens zwei Oberkircher Geschäftsleute haben diesen Kreis bereits (fluchtartig) verlassen. Und dabei wird es sicher nicht bleiben.
Vielleicht ist das ganze Vorgehen auch nur eine taktische Meisterleistung. Man lässt den Arbeitskreis um seine Arbeit kreisen und kommt dann mit der einzig wahren, schon längst in der Schublade liegende Lösung wie Phönix aus der Asche: Fussgängerzone, fertig gepflastert, gewienert und schon fast beschlossen.

Um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken, wir haben den allergrößten Respekt und Hochachtung für alle Beteiligten im Arbeitskreis, die immer noch dabei sind. Wir wünschen dem Arbeitskreis das entsprechende Rückgrat notfalls OB Braun aufzusuchen um die Sache zu beenden.
Analog zum Fußball, die Spieler bleiben und der Trainer(-in) wird ausgetauscht.

Lasst uns hier im Blog diese Sache mit Argusaugen verfolgen. Hier ist noch nichts entschieden. Oder wollen wir darauf hoffen, dass der zukünftige Stadtrat sitzmäßig so ausgeglichen ist, dass auch jetzt kleine Fraktionen ihr „Königsrecht“ wahren können und Vorlagen ablehnen.

Anton & EF

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27 Responses to “Quo vadis Oberkirch, oder Angst um die Innenstadt (Gastartikel)”


  1. 1 Anna Skeptisch
    19. Mai 2009 um 16:35

    Lieber Schorsch(ohne Frau),
    auch ich gebe Dir vollkommen recht, dass Frauen mit Kindern nichts in der Innenstadt einkaufen können. Aber auch Frauen ohne Kinder, Männer mit/ohne Kinder, Jugendliche, Kinder, Omas, Opas, Onkels, Tanten finden alle nichts, was man in der Hauptstrasse kaufen könnte. Die Attraktionen der Hauptstrasse bestehen aus einer Kneipe und zwei Eisdielen. Ja, dafür braucht es unbedingt eine Fußgängerzone bzw. verkehrsberuhigte Zone!

    Aber da ja kein Geld da ist, wird der ganze Unsinn mit der Hauptstrasse sowieso weit in die ferne Zukunft verschoben werden müssen. Erst gilt es einmal Jahr für Jahr die Folgekosten der Mediathek zu bewältigen.

  2. 2 Schtonk
    18. Mai 2009 um 20:46

    Lieber Schorsch(ohne Frau),
    ich gebe dir völlig recht. Und eine ganz oder teilweise Verkehrsberuhigte Hauptstrasse könnte eine ganz neue Aufenthaltsqualität bringen.

  3. 3 Schorsch (ohne Frau)
    14. Mai 2009 um 07:11

    Liebe Frau Schorschle,
    was bitte wollen Frauen mit Kindern denn in der Innenstadt kaufen und wieso ist dafür der Weg von der Feuerwehr/Post/Marktplatz zu weit? Im Kernbereich der Hauptstrasse, damit meine ich den Teil der weiter als 3 Gehminuten vom Marktplatz entfernt ist, gibt es doch kaum Geschäfte für Mütter und Kinder. Das wird auch aus räumlichen Gründen kaum anders werden.
    Wir reden hier von kleinen Geschäften, die weder im Preis noch in der Angebotsbreite je mit den „Großen“ mithalten können. Wie oft muss ein Mutter schnell mal einen Fernseher, eine Waschmaschine oder eine Fotokamera kaufen? Wie oft sieht man Mütter mit Kindern beim Cafe Gmeiner sitzen?
    Nach Kindern, die in absehbarer Zeit gar nicht mehr zu Fuss unterwegs sein können/dürfen gehören mittlerweile Mütter zu dem Teil der Gesellschaft, die ohne Auto das Haus gar nicht mehr verlassen. So viele Städte zeigen, dass eine Beruhigung (oder Entfernung) des Verkehrs Innenstädte neu belebt. Aber es ist schon klar, Oberkirch ist einzigartig und unvergleichlich.

  4. 4 Schorschles Frau
    13. Mai 2009 um 23:06

    Klare Frage, klare Antwort: Einkaufende Mütter mit Autos. Der Macho-Single im Eiscafe ist ökonomisch uninteressant. Sozial sowieso 😉

  5. 5 Schtonk
    13. Mai 2009 um 22:52

    „Allen Leuten recht getan ist eine Kunst die Keiner kann“, und so ist es auch mit der Innenstadtentwicklung. Die Einen hätten es gerne mediterran gemütlich, mit Straßencafés und Sitzgruppen, und die Anderen würden am liebsten mit dem Auto vor die Ladentür fahren, damit sie schnell wieder weiter kommen. Und der Einzelhandel hat Angst um seine Kunden. Die Frage ist nur, was belebt eine Innenstadt mehr, und lässt damit auch Geld da? Viele Menschen oder viele Autos?

  6. 6 Schorsch (ohne Frau)
    12. Mai 2009 um 10:26

    Bevor mir keiner erklären kann, was der rote Teppichboden vorm Optiker soll geh ich nirgendwo hin! 🙂

    Thema an sich ist interessant, zum jetzigen Termin ist es mir zu viel Wahlkampf. Ich finde die ganzen Aktionen so kurz vor der Wahl eher aufdringlich. Das Thema muss ja nicht nächste Woche erledigt sein, das begleitet uns noch viele Jahre.

  7. 11. Mai 2009 um 20:06

    Hallo es gibt Informationen zur Innenstadtentwicklung ( Stadtmarketing ) !!!
    Am Mittwoch , den 13. Mai 2009 um 19.30 Uhr im Hotel Pflug in Oberkirch
    gibt Herr Hans-Jürgen Kiefer einen Zwischenbericht zum Innenstadtprogramm
    und er erläutert wie dieses vom Stadtplanungsbüro Fahle entwickelt wurde.
    Herr Kiefer ist Leiter der Arbeitsgruppe Stadtmarketing und wir können somit
    erstmalig von einem verantwortlichen und kompetenten Menschen über die uns
    doch manchmal etwas unverständliche Arbeitsweise dieser Gruppe und dieser
    Planungsfirma Informationen und sicher auch Erklärungen erhalten.
    Da gehen wir doch hin !!
    PS: Veranstalter ist die SPD von Oberkirch.

  8. 8 IS
    2. Mai 2009 um 18:15

    Jetzt warte ich schon so lange und nichts passiert. Also noch mal auch von mir die Frage an Herrn Kuderer: Was soll denn der rote Teppichboden auf dem Bürgersteig? War das Stück einfach übrig als die Wohnung renoviert wurde, oder was soll uns das sagen?

  9. 9 Ein Käufer
    29. April 2009 um 17:02

    Ich halte die untere Hauptstrasse für ein völlig misslungenes Beispiel der Innenstadtgestaltung. Für Autofahrer ist es lästig sich durch die Straße zu stauen und viele ältere und unsichere Fahrer meiden die Straße ganz. Für Fußgänger ist der Platz auf beiden Seiten knapp, ein Überqueren der Straße ist zwischen den Autos gefährlich und die ganze Situation lädt überhaupt nicht zum Schlendern ein. Man muss nur mal zu den normalen Einkaufszeiten einen Blick von der Firma Rauch die Untere Hauptstrasse hinunterwerfen. Man sieht ein einziges Chaos aus Fahrzeugen in der Mitte und an den Rand gedrängten Menschen. Da wirkt die Hauptstraße schon jetzt wesentlich einladender.

  10. 10 Shared Space
    29. April 2009 um 15:36

    Hallo EF,
    irgendwie haben Sie mich völlig falsch verstanden: ich bin völlig mit Ihnen einig, dass es aus stadtplanerischer Sicht nur gilt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine verkehrsberuhigte Zone bzw. gar Fußgängerzone SINNVOLL macht. Da aber genau das Gegenteil in den letzten Jahren eingetreten ist, gibt es momentan KEINE Rahmenbedingungen für solche Zonen in unserer kleinen „Großen Kreisstadt“, also braucht es auch KEINE Fußgängerzone.Eine „Zone 20“ wie in der unteren Hauptstrasse, aber mit ausreichend breiter Fahrbahn wäre wohl noch die zumutbarste Lösung, also eine Art „shared space“ im ganzen Bereich der Hauptstrasse.

  11. 11 EF
    22. April 2009 um 21:42

    Hallo EHP,

    da muss ich doch eine Lanze für den Herrn Kuderer brechen.
    Die Rolle von Herrn Kuderer ist ganz einfach zu bewerten. Er war der einzige, der bei der Bürgerversammlung in der Stadthalle aufgestanden ist und der Frau Dipl. Ing. Innenstadtgestaltung die Meinung gesagt hat. Und das noch in einer rhetorisch schönen und witzigen Form. Außerdem hat er einen Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Kiefer geschrieben, indem er nochmals seine Gedanken und Einwände formuliert hat. Der Wortlaut des Briefes war hier im Blog veröffentlicht. Zudem ist er Oberkircher und Anwohner des shared space. Ich glaube hiermit hat er genügend Sachkunde nachgewiesen um über das Thema qualifiziert mitzureden.

    Ihr Wunsch, die Oberkircher Geschäftsleute dazu bringen, mitzuarbeiten haben wir schon im Eingangartikel beschrieben. Die Arbeitsweise scheint teilweise so grotesk zu sein, dass Ergebnis orientierte Menschen das Weite suchen.

    Der Aussage von “Shared space” den Focus mehr auf die Attraktivität der Innenstadt, konkret interessante Anziehungspunkte für die Besucher zu schaffen (attraktive Läden, Gaststätten …) kann ich eigentlich so nicht zustimmen. Es können nur die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Und da, denke ich, sind wir nicht schlecht aufgestellt. Die Bachanlge, Kirchplatz, Bahnhofstraße und die untere Hauptstraße sind doch im Großen und Ganzen recht gut gelungen. Was die ganze Sache momentan trennt ist die Hauptstraße. Und da muss angesetzt werden. Ansiedlung von Läden, Gaststätten, Geschäfte wird sowieso vom Markt geregelt. Auch das haben wir schon im Eingangartikel beschrieben.

    EF

  12. 12 EHP
    22. April 2009 um 10:21

    Für mich ist es schwierig, in der Diskussion die Rolle von Herrn Kuderer zu bewerten. Hat er nicht vor vielen Jahren sein Geschäft dicht gemacht und „unternimmt“ heute nur noch „Vermietung und Verpachtung“? Also da wären mir Beiträge von aktiven Geschäftsinhabern lieber. Ein roter Teppich ist keine Legitimation für Sachkunde in diesem schwierigen Gebiet.

    Da gefällt mir der Artikel von „shared space“ schon besser, obwohl er in Teilen doppelt ist! Er trifft mit der Erwähnung der vielen Beraterunternehmen den Nagel auf den Kopf. Diese Berater machen einen ganz tollen Job, allerdings meist nur was ihren Umsatz angeht. Inge Bayer aus Bad Petertal hat das heute in der ARZ super getroffen mit ihrer Aussage: „Das (Kommunale Entwicklungs)Konzept (von Bad Peterstal-Griesbach) erläutert Dinge, dike wir seit 20 Jahren wissen. Schade, daß wir 30 000 Euro ausgeben mußten, um es schwarz auf weiß zu haben.“

    Genauso ist es in Oberkirch, nur daß wir dafür in der Vergangenheit wahrscheinlich über 100 000 Euro ausgaben.

    Z.B. für die superschlauen Äußerungen eines Herrn Dr. Clausen über den Verkehr. Nur reine Zahlen ohne Konzept für eine bessere Zukunft. Dann der Supergag: „shared space“, was auf deutsch ja wohl „Mischfläche“ heißt und wirklich nichts Neues ist. Das hieß bisher einfach „Verkehrsberuhigte Zone“ in der Fußgänger und KFZ’s gleichberechtigt sind.
    Dafür sollte die Stadt wirklich kein Geld ausgeben. Der Hammer war ja, daß er als die Diskussion in der Stadthalle losging verschwunden war. Herr Kiefer als Moderator des AK Stadtmarketing sollte da sehr aufpassen, daß er da nicht zum Schluß von der Verwaltung als Sündenbock für die unnötigen Ausgaben dasteht.

    Was in Oberkirch zur Zeit abgeht ist blamabel. Da macht sich ein junger Landschaftsgärtneringenieur Gedanken über die Innenstadt und beschränkt sich auf Mülleimervereinheitlichung, Pflastersteine und rostige Abstraktionen der früheren Stadttore und Frau Innenstadtgestaltung macht wolkige Aussagen über Geschäfte, die hermüssen und auch über Pflastersteine. Das ist doch nicht professionell!

    Völlig richtig die Aussage von „Shared space“, die ich deshalb nochmals wiederholen will:

    „Was aber bisher überhaupt nicht im Fokus stand und diskutiert wurde: Das Wichtigste für eine Stadt ist doch nicht die Fußgängerzone/verkehrsberuhigte Zone an sich, mit der Überlegung, welche Pflastersteine ich verwende, sondern wie erhöhe ich die Attraktivität der Innenstadt, konkret interessante Anziehungspunkte für die Besucher müssen geschaffen werden (attraktive Läden, Gaststätten … Bibliothek (die nun außerhalb der Innenstadtzone verlegt ist), die eine solche Fläche erst notwendig machen. Und da hapert es doch bei uns im Städtle gewaltig. Es reicht einfach nicht zu sagen, “in die Bachanlage gehören Geschäfte, die ein gehobenes Angebot für Touristen bieten” (Frau Burg, Firma Fahle Stadtplaner). Das sind alles graue Theorien und Platitüden, die nichts bringen“

    Wir müssen einfach die Oberkircher Geschäftsleute dazu bringen, sich einzubringen!

  13. 13 HPH
    22. April 2009 um 09:23

    Hallo Herr Kuderer,

    nicht das Sie mich falsch verstehen: Ich wollte mit meiner Frage Ihren Teppich nicht kritisieren. Ich denke mir nur, dass Sie den nicht nur verlegt haben, damit ein paar Meter Gehweg schön rot sind. Sie verbinden doch amit sicherlich eine grundsätzlichere Idee im Bereich des Stadtmarketing. Wenn ich da etwas konstruktiv dazu sagen soll, sollte ich mehr vom Hintergrund wissen.
    Ich finde Ihr Engagement für die Sache gut, dass es hier etwas an Resonanz fehlt hat vielleicht auch mit dem Thema zu tun. Wer weder als Aktiver (Händler,Vermieter, Dienstleister) oder als Passiver (Kunde, Besucher, Arbeitgeber) all zu viel mit Oberkirch am Hut hat für den ist Stadtmarketing erst einmal kein so wichtiges Thema.
    Mir persönlich fehlt da auch die Definition des Ganzen. Was soll das denn abdecken? Geht es da um die Neugestaltung der Innenstadt, den Tourismus, die Gewinnung von Arbeitsplätzen, usw. und wie und wo werden die bestehenden Stellen/Gremien integriert (Werbegemeinschaft, Tourismusbüro, Wirtschaftsförderung).
    So lange wie hier noch nicht einmal die Grundlagen geklärt sind (oder mir nicht bekannt) finde ich weitere Diskussionen unnötig.

  14. 22. April 2009 um 08:34

    Klar – ein roter Teppich hat mit Stadtmarketing nichts zu tun, dazu ist es viel zu wichtig.
    Ich mußte halt einfach irgendwo eine Plattform finden um zu fragen.
    Danke für die Stellungnahme.
    Rolf Kuderer

  15. 15 HPH
    21. April 2009 um 22:46

    Lieber Herr Kuderer,

    was soll denn der Teppich bezwecken? Was hat das mit Stadtmarketing zu tun? Ich habe den Teppich gesehen und mich gewundert was das soll. Für mich ist das so ohne Erklärung kein Grund für positive oder negative Reaktionen.

  16. 21. April 2009 um 21:46

    Es ist mir fast etwas zu ruhig in unserem blog geworden bezogen auf das
    große Unternehmen “ Stadtmarketing “ ! Umweltschutz – Stadtratswahlen – Landwirtschaft
    usw. sind natürlich auch sehr wichtig, aber wir dürfen das große Vorhaben Stadtmarketing
    nicht vergessen. Ich wurde inzwischen in etwa belehrt, daß eigentlich bisher alles gut und
    wohl überlegt in Angriff genommen und bearbeitet wurde, doch ich habe leider meine
    Meinung ( Bürgerversammlung und Brief )nicht geändert.

    Nun noch eine Bitte an alle Blogger in eigener Sache :

    Ich habe einfach als Versuch den Gehsteig vor den Geschäften mit einem roten Teppich
    belegt. Obwohl er fast täglich von Jugendlichen stark beschädigt und zum Teil
    herausgerissen wird, habe ich ihn immer wieder gepflegt. In Offenburg lagen diese
    Teppiche im Stadtkern über sechs Monate ohne jegliche Beschädigung !

    Nun habe ich positive Resonanzen erfahren können, aber anscheinend haben sich
    mehrere Bürger in den Geschäften über diesen Teppich beschwert. Wie ist denn
    Eure Meinung dazu ?

    Rolf Kuderer

  17. 17 DrumRum Sider
    13. April 2009 um 02:53

    Hat eigentlich mal Eine die Inhaber und Kunden der Unternehmen gefragt, die in der Appenweierer Strasse nicht mehr gewollt sind? Ich wette, dass das dort anders gesehen wird. Ich fand da s sehr dreist, wie dort von Experten gesprochen wurde. Worte verletzen auch. Wer will nun in der Haut dieser Besitzer stecken? Ich nicht!

  18. 18 In Sider
    6. April 2009 um 18:15

    @Kuderer
    ich mache mir keine Sorgen wegen des Blogs. Bisher beschweren sich hier nur sehr wenige dass etwas entfernt worden sei. Das kenne ich aus anderen Blogs und Foren ganz anders. Was mich allerdings wundert, ist dass die Regierenden hier so schwach vertreten sind. Von dieser Seite hatte ich mehr Aufruhr erwartet.

  19. 5. April 2009 um 18:33

    Alles klar – das macht euch menschlich und sympatisch !
    R. Kuderer

  20. 5. April 2009 um 12:29

    Bin ich da jemand auf den Schlips getreten ? Hab ich mich vielleicht ( gramm. richtig ? )
    mit meiner Meinung zur Bürgerversammlung und mit meinem Brief unflätig benommen ?
    Muß ich mir Sorgen machen, ob der unabhängige oberkircher info – blog wirklich
    unabhängig ist ? Die Löschungen ?
    Rolf Kuderer

    • 21 oberkirch
      5. April 2009 um 16:50

      Wir hatten technische Probleme. Wir haben keine Artikel und keine Kommentare gezielt entfernt. Wir haben Antons und EFs gemeinsamen Artikel deshalb erst zeitversetzt ins Netz gestellt und den dazu passenden KOmmenatr dorhin verschoben. Also ihren Kommentar einfach noch einmal schicken. Er wird dann, wie die anderen alle auch, erschienen. Wir entfernen lediglich Beschimpfungen und direkte Angriffe. Tut uns leid, aber wir sind keine Profis. Solche Fehler passieren.

  21. 22 kingbürger
    4. April 2009 um 17:27

    meines wissens sind die arbeiten sogar schon vergeben,…..montag ist baubeginn,…..tja trudi da hast wohl einiges verpasst,……..

  22. 23 In Sider
    4. April 2009 um 16:41

    Es ist doch wie immer: Wenn ich nicht mehr weiter, bilde ich einen Arbeitskreis. Keiner hat wirklich Ideen oder den Mumm diese den Leuten schmackhaft zu machen. Also schnell und mit viel Geld ein paar Fachleute eingekauft dann wird schon alles gut. Sind alle mit der Arbeit einverstanden war es eine tolle Tat und man musste selbst nichts tun, sind die Einwohner dagegen hat man es nicht selber versaut sonder die Theoretiker, die Oberkirch nicht verstanden haben. Alle haben sich abgesichert und das Geld zahlt ja die Stadt.

  23. 24 Trudi
    4. April 2009 um 16:37

    Mich wundert, dass hier jede Menge Geld ausgegeben wird und dabei nichts wirklich Neues oder Wichtiges herauskommt. Wenn das bis 2013 so weitergeht, kostet die angebliche Beratung mehr wie der Umbau. Die „Fachleute“ machen auf mich eher den Eindruck, als ob sie ihre immer gleichen ollen Kamellen in Oberkirch noch mal teuer verkaufen. Hat denn Jemand Zahlen zu den bisher entstandenen und noch geplanten Kosten? Sind die Ausschreibungen da etwa schon entschieden und wenn ja von wem?

  24. 25 seitentaeler
    4. April 2009 um 03:14

    Anton und EF haben Recht. Man sollte die Handelnden gut im Auge behalten. Die resolute Dame schien alle Oberkircher an einer langen Leine laufen zu lassen und der Herr Verkehrsplaner will sich mit einem Shared Space verewigen. Die Interessen Oberkirchs erschienen mir dabei eher Nebensache.

  25. 26 shared space
    3. April 2009 um 17:29

    Auch ich fühlte mich bei der Bürgerversammlung bei der Vorstellung der „neuen“ Innenstadtplanung reichlich unwohl, aber ich konnte mich da nicht sofort mit einer intelligenten Frage melden, da sich so viele Worte, die da gesprochen wurden, sich bei mir immer etwas setzen müssen, bevor sie verdaut sind

    Zunächst fiel mir auf: Mehrere Firmen wurden zur Planung herangezogen

    1. die Firma IMAKOMM aus Aalen: (http://www.imakomm-akademie.de)
    Von dieser Firma war zwar während der Bürgerversammlung kein Vortrag zu hören, aber der Herr OB hatte doch einen Vertreter begrüßt. Wie auf der Internetseite der Firma zu erfahren ist, ist diese Firma zuständig für das Innenstadtmarketing und Tourismusmarketing der Stadt Oberkirch. Ich erinnere mich auch in der ARZ in einem Bericht über eine Gemeinderatssitzung davon gelesen zu haben. Auf der Internetseite werden auch weitere Projekte (alle mit ähnlichem Inhalt) Achern, Kappelrodeck, Ottersweier, Renchen als Referenz angezeigt, um nur Gemeinden in näherer Umgebung zu nennen. Daraus ist zu schließen, dass es sich um ausgemachte Spezialisten handelt, die für jede Stadt ein einzigartiges Konzept entwickeln, das sich von den anderen Gemeinden der Umgebung abheben wird. (Ironie!)

    2. Firma FAHLE STADTPLANER (http://www.fahle-freiburg.de/)

    3. Firma FICHTNER WATER AND TRANSPORTATION (http://www.fwt.fichtner.de/)
    ehemals u.a. Fima Beller Consult, Freiburg, die Anfang der 90er Jahre (in der Aera Willi Stächele) schon einmal ein Konzept entwickelt hat. (Schublade auf, alte Unterlagen raus?)

    Und dann gibt es noch als 4. den Arbeitskreis Stadtmarketing.

    Nach dem Stand der bisherigen Informationen entwickeln diese drei externen Firmen nicht mehr Ideen als der etwas interessierte Oberkircher Bürger (auch der Arbeitskreis) nicht alleine wüsste. Außer vielleicht einem “shared space”, dem auch ein langer Artikel in der Wikipedia gewidmet ist.( http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space).

    Was aber bisher überhaupt nicht im Fokus stand und diskutiert wurde: Das Wichtigste für eine Stadt ist doch nicht die Fußgängerzone/verkehrsberuhigte Zone an sich, mit der Überlegung, welche Pflastersteine ich verwende, sondern wie erhöhe ich die Attraktivität der Innenstadt, konkret interessante Anziehungspunkte für die Besucher müssen geschaffen werden (attraktive Läden, Gaststätten … Bibliothek (die nun außerhalb der Innenstadtzone verlegt ist), die eine solche Fläche erst notwendig machen. Und da hapert es doch bei uns im Städtle gewaltig. Es reicht einfach nicht zu sagen, “in die Bachanlage gehören Geschäfte, die ein gehobenes Angebot für Touristen bieten” (Frau Burg, Firma Fahle Stadtplaner). Das sind alles graue Theorien und Platitüden, die nichts bringen.

    Bis Anfang der 90er Jahre hat man sich noch im oder um den alten Decker herum (ehemals Gottlieb, heute Treff) zum “Einkaufsplausch” getroffen, heute findet das im kleinen Rahmen noch Samstags in der Warteschlange vor dem Bäcker Beiser statt. Warum? Weil es keine kostenlosen und ausreichende Innenstadtparkpätze gibt, was ja auch nicht zuletzt Decker veranlasst hat, seinen Markt in die Appenweierer Strasse zu verlegen. (was ja wiederum der Stadt entgegen kam, da ja endlich ausreichend Parkplätze für die Stadthalle geschaffen wurden.) Was ich damit sagen will: Man soll das Pferd nicht von hinten aufzäumen, sondern erst einmal Rahmenbedingungen schaffen, die eine Fußgängerzone/verkehrsberuhigte Zone auch wirklich sinnvoll machen. Und wenn es keine entsprechenden Rahmenbedingungen gibt, dann braucht es auch keine besondere Zone. Leere verkehrsberuhigte Innenstädte gibt es genug (siehe Kehl). Auch Achern hat nach Einrichtung der B3-Umfahrung seine Hauptstrasse nicht “dicht” gemacht… obwohl es da sicher attraktivere Geschäfte (zumindest in der Bekleidungsbranche) als in Oberkirch gibt.

    Auch ich fühlte mich bei der Bürgerversammlung bei der Vorstellung der „neuen“ Innenstadtplanung reichlich unwohl, aber ich konnte mich da nicht sofort mit einer intelligenten Frage melden, da sich so viele Worte, die da gesprochen wurden, sich bei mir immer etwas setzen müssen, bevor sie verdaut sind 🙂

    Zunächst fiel mir auf: Mehrere Firmen wurden zur Planung herangezogen

    1. die Firma IMAKOMM aus Aalen: (http://www.imakomm-akademie.de)
    Von dieser Firma war zwar während der Bürgerversammlung kein Vortrag zu hören, aber der Herr OB hatte doch einen Vertreter begrüßt. Wie auf der Internetseite der Firma zu erfahren ist, ist diese Firma zuständig für das Innenstadtmarketing und Tourismusmarketing der Stadt Oberkirch. Ich erinnere mich auch in der ARZ in einem Bericht über eine Gemeinderatssitzung davon gelesen zu haben. Auf der Internetseite werden auch weitere Projekte (alle mit ähnlichem Inhalt) Achern, Kappelrodeck, Ottersweier, Renchen als Referenz angezeigt, um nur Gemeinden in näherer Umgebung zu nennen. Daraus ist zu schließen, dass es sich um ausgemachte Spezialisten handelt, die für jede Stadt ein einzigartiges Konzept entwickeln, das sich von den anderen Gemeinden der Umgebung abheben wird. (Ironie!)

    2. Firma FAHLE STADTPLANER (http://www.fahle-freiburg.de/)

    3. Firma FICHTNER WATER AND TRANSPORTATION (http://www.fwt.fichtner.de/)
    ehemals u.a. Fima Beller Consult, Freiburg, die Anfang der 90er Jahre (in der Aera Willi Stächele) schon einmal ein Konzept entwickelt hat. (Schublade auf, alte Unterlagen raus?)

    Und dann gibt es noch als 4. den Arbeitskreis Stadtmarketing.

    Nach dem Stand der bisherigen Informationen entwickeln diese drei externen Firmen nicht mehr Ideen als der etwas interessierte Oberkircher Bürger (auch der Arbeitskreis) nicht alleine wüsste. Außer vielleicht einem „shared space“, dem auch ein langer Artikel in der Wikipedia gewidmet ist.( http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space).

    Was aber bisher überhaupt nicht im Fokus stand und diskutiert wurde: Das Wichtigste für eine Stadt ist doch nicht die Fußgängerzone/verkehrsberuhigte Zone an sich, mit der Überlegung, welche Pflastersteine ich verwende, sondern wie erhöhe ich die Attraktivität der Innenstadt, konkret interessante Anziehungspunkte für die Besucher müssen geschaffen werden (attraktive Läden, Gaststätten … Bibliothek (die nun außerhalb der Innenstadtzone verlegt ist), die eine solche Fläche erst notwendig machen. Und da hapert es doch bei uns im Städtle gewaltig. Es reicht einfach nicht zu sagen, „in die Bachanlage gehören Geschäfte, die ein gehobenes Angebot für Touristen bieten“ (Frau Burg, Firma Fahle Stadtplaner). Das sind alles graue Theorien und Platitüden, die nichts bringen.

    Bis Anfang der 90er Jahre hat man sich noch im oder um den alten Decker herum (ehemals Gottlieb, heute Treff) zum „Einkaufsplausch“ getroffen, heute findet das im kleinen Rahmen noch Samstags in der Warteschlange vor dem Bäcker Beiser statt. Warum? Weil es keine kostenlosen und ausreichende Innenstadtparkpätze gibt, was ja auch nicht zuletzt Decker veranlasst hat, seinen Markt in die Appenweierer Strasse zu verlegen. (was ja wiederum der Stadt entgegen kam, da ja endlich ausreichend Parkplätze für die Stadthalle geschaffen wurden.) Was ich damit sagen will: Man soll das Pferd nicht von hinten aufzäumen, sondern erst einmal Rahmenbedingungen schaffen, die eine Fußgängerzone/verkehrsberuhigte Zone auch wirklich sinnvoll machen. Und wenn es keine entsprechenden Rahmenbedingungen gibt, dann braucht es auch keine besondere Zone. Leere verkehrsberuhigte Innenstädte gibt es genug (siehe Kehl). Auch Achern hat nach Einrichtung der B3-Umfahrung seine Hauptstrasse nicht „dicht“ gemacht… obwohl es da sicher attraktivere Geschäfte (zumindest in der Bekleidungsbranche) als in Oberkirch gibt.

    • 27 oberkirch
      3. April 2009 um 17:32

      Wegen technischer Schwierigkeiten konnte der Artikel von Anton und EF erst heute freigeschaltet werden. Der Kommentar wurde zum Artikel “Zeugnis” abgegeben, erschien uns hier aber sinnvoller. In einigen Tagen werden wir das Original dort entfernen und nur noch die Kopie hier stehen lassen.


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