17
Mai
09

Sein letzter Trumpf (Gastartikel)

Papst der Tiergärtner Oberbürgermeister hat nun in die ganz tiefe Trickkiste gegriffen. Er ist beleidigt! Er ist verärgert über die Verwaltung! Deshalb tritt er mit seinen fast 70 Jahren zurück. Nicht etwa wegen seines Alters sondern weil er das erste Mal in seiner jahrzehntelangen Karriere als Kommunalpolitiker etwas nicht erreicht hat. Da interessiert ihn die weltweite Wirtschaftskrise überhaupt nicht. Er will seinen Rathausvorgarten, damit er im Rentendasein auf sein Bänkchen vor das Rathaus sitzen kann und allen erzählen, was in seinen Zeiten alles gelaufen ist. Seine Nachfolgerin, die er bisher kaum eingesetzt hat ist auch schon ernannt, daß die Ortschaftsräte seiner Einheitsliste von päpstlichen Gnaden sie wählen werden ist doch hoffentlich selbstverständlich. Es sei denn……………..Der Ruf der Tiergärtner Bürger ereilt ihn dadurch, daß sie ihn zusätzlich auf die Liste schreiben, er gewählt wird und was soll der arme Kerl dann machen? Natürlich nimmt er den Ruf seiner Getreuen Tiergärtner Gefolgschaft an und………macht weiter bis er irgendwann aus dem Rathaus getragen wird.

Konrad versteht die Welt nicht mehr! Er bezahlt doch immer alles selber. Jedesmal wenn er etwas durchsetzen will verkauft er ein paar Bauplätze und das Geld gehört ja gefälligst den Tiergärtnern bzw. ihrem Ortsvorsteher. Von einem Gesamthaushalt der Stadt hat er noch nie was gehört! Die Bauplätze verkauft er übrigens, ob sie jemand will oder nicht.

Heute hörte ich in der Stadt ein gute Antwort auf die Frage, wie Papst zu beurteilen sei: Für die Tiergärtner ist er ein Segen, für die Stadt eine Katastrophe!

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5 Responses to “Sein letzter Trumpf (Gastartikel)”


  1. 1 Outsider
    20. Mai 2009 um 13:00

    Liebe maggie,
    die Ortsdurchfahrt-Neugestaltung wurde nur zu kleinen Teilen aus dem kommunalen Haushbalt bezahlt. Die Hallensanierung sehe ich (sic!) ja selbst als problematisch beziehungsweise absolut überdimensioniert. In Hesselbach wird zurzeit für unglaublich viel und in meinen Augen hinausgeworfenes Geld die Schule saniert. Zusenhofen hat eine eigene Halle bekommen. Und wenn ich lese, dass die Außengestaltung der Mediathek mal so eben über 400000 Euro kostet, dann will ich über die „vernachlässigte“ Kernstadt lieber nicht reden…

  2. 2 maggie
    18. Mai 2009 um 15:43

    @Outsider
    diesen Verzicht lassen sich die Ringelbächer aber auch jedes Jahr sehr teuer bezahlen. Ich würde wetten, dass pro Kopf der Bevölkerung kein Ortsteil in den letzten 10 Jahren auch nur annähernd so viel Geld für reine Gestaltungsmassnahmen ausgegeben hat – von der Kernstadt mal ganz zu schweigen.

  3. 3 Outsider
    18. Mai 2009 um 08:21

    Liebe Vordertälerin,
    da tun Sie Ringelbach aber ein wenig Unrecht. Die haben nämlich als erste auf ihren Teilhaushalt verzichtet und sind bis dato die einzige Ortschaft, die diesen Schritt gewagt hat. Das Problem ist auch nicht Konrad Papst, sondern eine Stadtverwaltung und große Teile des Gemeinderates, die solche Sachen möglich machen wie beispielsweise den Ausbau der Kastelberghalle. Wer fünf Jahre nicht mehr dran war, der kommt halt an die Reihe – ganz gleich wie blödsinnig das Projekt nun sein mag. Könnte man zumindest meinen.
    Und wer den Konrad Papst kennt, der weiß im Übrigen, dass der im Prinzip hofft, dass ganz viele Wähler wissen, wie man seinen Namen richtig auf dem Stimmzettel einträgt…

  4. 4 Zeitungsleser
    18. Mai 2009 um 08:03

    Das Schlimme an dem Artikel war für uns die Art, wie mitten im Wahlkampf ein Lokalpolitiker eine halbe Seite zur Verfügung gestellt bekommt um für sich und seine Nachfolgerin Stimmung zu machen. Journalistisch war das ein böser Ausrutscher. Die CDU-Tiergarten hätte das in ihrer Wahlbroschüre nicht anders formuliert. Von einer Zeitung erwarten wir, dass sie nachfragt, andere Meinungen einholt und dem Leser die Wahl lässt seine Entscheidung zu treffen. Die Infos, die in solchen Artikeln steckt, können wir zur Zeit jeden Samstag an den Ständen der diversen Parteien bekommen. Nur zur Klarstellung: Wir haben nichts gegen Herrn Papst oder gar seine Nachfolgerin, auch wenn wir sicher sind, dass in Tiergarten noch mehr bereit wären den Job zu übernehmen.

  5. 5 vordertälerin
    17. Mai 2009 um 19:52

    Herr Papst ist ein sehr verdienter Kommunalpolitiker, er hat sich viele Jahre bedingungslos für seine Ortschaft eingesetzt und viel erreicht. Was er leider nie geschafft hat, ist etwas für das Zusammenwachsen Oberkirchs zu tun.
    Wenn er nun bei seinem „Vielleicht“-Abschied noch einmal deutlich macht, dass ihm dabei die Lage der Kernstadt und aller anderen Ortschaften völlig egal ist, schadet er sich damit nur selbst.
    Auch bei großer Finanznot möchte er sein privates Prestigeobjekt auf Kosten aller Oberkircher durchsetzen und das sogar mit dem Geld aller bezahlen. Die Bauplätze, von denen er denkt sie gehören ihm und Tiergarten, gehören Oberkirch. Für jeden ausgewiesenen Bauplatz in Tiergarten muss eine andere Ortschaft auf einen Bauplatz verzichten. Mit seiner langjährigen Erfahrung weiss Herr Papst das natürlich. Es ist ihm aber egal.
    Die Einnahmen, die die Ortschaften erzielen gehören in den Haushalt der Gesamtstadt. Von dort werden sie dann wieder nach Bedarf verteilt. Wenn jede Ortschaft und die Kernstadt die Einahmen, die sie generieren für sich selbst verwenden würden bräche in Oberkirch das Chaos aus.
    Das eigentlich Traurige daran ist, dass Herr Papst mit diesem Denken nicht alleine steht. Ringelbach ist sicher das augenfälligste, sicher aber nicht das einzigste Beispiel hierfür.


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